Die Eiskönigin – Disney in Concert in Köln

Frozen gibt es nun am Broadway als Musical und die ersten Eindrücke, die es zu uns rüber geschafft haben, machen einen wahnsinnig tollen Eindruck. Am liebsten würde ich in den nächsten Flieger steigen, um mir dieses Stück anzuschauen. Leider lassen das Portmonnaie und Kalender nicht zu. Aber bis vor Kurzem tourte Die Eiskönigin – Disney in Concert durch Deutschland. Hier gab es also schon mal die Möglichkeit zu erleben wie sich die Musik und die Songs live auf einer Bühne so machen. Mit riesigem Orchester und tollen Musicaldarstellern machte dieses Konzertformat vor dem Tourende noch mal Halt in Köln und ich wollte es mir nicht nehmen lassen diese Show zu erleben.

disney-in-concert-die-eiskoenigin-foto-02-credit-disney-400x223

Mit betreten des Konzertsaals der Philharmonie konnte man die Größe des Orchester schon erahnen. Die 55 Musiker des Deutschen Filmorchesters Babelsberg nahmen uns Zuschauer mit in die Welt von Elsa und Anna. Über ihnen hing eine große Leinwand, auf der später der Film zu sehen war. Neben dem Orchester betrat auch noch ein Chor die Bühne. Als die Musiker dann alle versammelt auf der Bühne waren, war mir klar: Ich werde den Film diesmal aus einer ganz anderen Perspektive erleben – nämlich aus der musikalischen. Dadurch, dass man live erleben konnte wie das Orchester die Töne, Effekte und Stimmungen erzeugte und der Chor auch noch einige Effekte und musikalische Untermalungen beitrug, nahm man die Musik in diesem Rahmen ganz anders war.

Der Dirigent deutete, bevor der Film begann, bereits an wie viel das Orchester „zu tun“ haben würde. Und es war wirklich beeindruckend. Das Orchester spielte nahezu in einem durch. Da war es nur nachvollziehbar, dass es eine kleine Pause gab. Ich war wirklich begeistert davon wie wunderbar die Synchronisation des Film gelang. Es gab keine einzige Sekunde, die nicht zu 100% auf den jeweiligen Frame des Films passte. Hinzukam, dass die Livemusik so viel mehr Emotionen übermitteln konnte. Und dass auch in den (vielen) Parts, die ohne Gesang waren. Es gab so viele tolle Gänsehautmomente, die einfach unter die Haut gingen.

IMG_5003

Die Gesangsparts wurden von Musicaldarstellerin übernommen. Es gab sogar eine kleine Anna zu Beginn, die einen unglaublich authentischen und rührenden Auftakt bereitete. Danach übernahm Dorothea Baumann die Rolle. Ich habe Dorothea bisher noch nicht auf der Bühne erlebt und fand sie wirklich erfrischend. In ihren kurzen Gesangseinsätzen war sie zu hundert Prozent in ihrer Rolle und sang mit solch einer Leichtigkeit, die einfach nur bezaubernd war. Veit Schäfermeier übernahm den Gesangspart von Hans, der sich auf das Lied Liebe öffnet Tür’n am Anfang beschränkte. Die Rolle der Elsa wurde von Nazide Aylin gesungen. Auch sie machte ihre Sache gut, jedoch fehlte mir bei ihr ein bisschen der Wums in der Stimme. Jedoch hatte ich auch noch Willemjin und Sabrina im Ohr, da die beiden Let it go ja gerne auf Konzerten schmettern… Besonders gefreut habe ich mich auf Milan van Waardenburg, der die Songs von Olaf, den Scheemann, und Kristoff sang. Er machte es wirklich toll, doch war er bei seinen Gesangseinsätzen heillos unterfordert. In der Zugabe, bei der Lass jetzt los von allen Sängern gesungen wurde, konnte er noch ein bisschen „auf die Tube drücken“ und auch dem Publikum, das ihn nicht kannte, andeuten, was stimmlich noch so ihm steckt.

disney-in-concert-die-eiskoenigin-foto-01-credit-disney-400x183

Ich fand diesen Konzertabend unglaublich gelungen. Es war erfrischend sowohl ein neues Konzertformat sowie auch den Film auf eine andere Art und Weise zu erleben. Wie bereits erwähnt ist diese Tour bereits beendet. Es gibt aber aktuell immer mal wieder Konzerte, in denen die Musik von Filmen live gespielt wird, z.B. Star Wars oder auch Harry Potter. Fragt einfach mal Google 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *