Merci Cherie im Capitol Theater Düsseldorf

Am Donnerstag war ich mal wieder zu Gast im Capitol Theater. Diesmal stand kein Musical und auch kein wirkliches Musical-Konzert an. Besucht habe ich dort das Konzert Merci Cherie. Bei dem zwar bekannte Musicaldarsteller auf der Bühne standen, aber ausschließlich Udo Jürgens Songs gesungen wurden.

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Foto: Sven Gleisberg

Ich habe Udo Jürgens zwar noch erlebt, er war mir natürlich auch bekannt und ich kenne auch ein paar seiner Lieder, aber seine CDs waren und sind es nicht, die bei mir zu Hause rauf und runter laufen. Umso gespannter war ich aber auf den Konzertabend. Ob ich mich an der teilweise unbekannten Musik erfreuen würde können? Oder würde ich mich langweilen?

Interessant war schon die Beobachtung des Publikums. Es war nicht das typische Musicalpublikum. Obwohl also bekannte Musicaldarsteller auf der Bühne stehen würden, sprach diese Konzertreihe doch eher die Udo Jürgens Fans an. Viele durchaus ältere Damen und Herren haben ihren Weg ins Theater gefunden. Ich hatte das Gefühl, dass viele „Kinder“ (40+) ihren Eltern (65+) diesen Konzertabend geschenkt haben.

Foto: Harald Fuhr

Foto: Harald Fuhr

Und so war es auch nicht verwunderlich, dass das ja sowieso eher etwas zurückhaltendere Düsseldorfer Publikum doch noch ein bisschen länger gebraucht hat, um in Schwung zu kommen. Aber nicht nur die Sänger, sondern auch die Band gaben sich alle Mühe den Funken überspringen zu lassen und animierten immer wieder zum Mitklatschen. Spätestens nach der Pause gab es dann aber kein Halten mehr und alle haben sich zwanglos und ungehalten an der Musik erfreut.

Auf der Bühne standen Andreas Bieber, Annika Bruhns, Karim Khawatmi und Sabine Mayer als Sänger.  Ich muss sagen, dass die Zusammensetzung dieser Sänger wirklich gelungen ist. Obwohl alle vier so unterschiedliche Typen sind, auch in ihren Stimmfarben, harmonierten die vier wunderbar auf der Bühne. Neben vielen Soloauftritten, standen die Sänger auch oft zu zweit oder viert auf der Bühne. Sangen die Backvocals oder Songs, die wunderbar arrangiert wurden, zusammen.

Foto: Harald Fuhr

Foto: Harald Fuhr

Wie man es bei Konzerten, bei denen SoundofMusic seine Finger im Spiel hat, gewohnt ist, standen mal wieder erstklassige Musiker auf der Bühne. Die sechsköpfige Band stand unter der musikalischen Leitung von Mario Stork. Die bekannten und geschätzten Gesichter, wie das der Pianistin Marina Komissartchik, spielten gefühlvoll und immer auf den Punkt.

Obwohl ich einige der Lieder nicht kannte, hatte ich einen wunderbaren Abend. Die Sänger waren exzellent, die Band top und die Lieder nahmen einen einfach mit auf ihre Reise, in die Welt ihrer Geschichte. Dieser Abend lässt sich als musikalische Umarmung beschreiben. Die vier Solisten erzählten die Geschichten aus den Songs von Udo Jürgens auf ihre Art und Weise. Es ging nicht darum nah am Original zu sein, sondern darum die Musik auf- und weiterleben zu lassen. Wenn ich vor mir ins Publikum gesehen habe, lag dort ein Meer schunkelnder Kopfe vor mir. Schaute ich neben mich, sah ich Menschen, die mitsangen. Und blickte ich hinter mich, standen die Menschen teilweise tanzten und klatschten mit.

Ein wirklich empfehlenswertes Konzert und eigentlich ein Muss für Udo Jürgens Fans 😉

Foto: Harald Fuhr

Foto: Harald Fuhr

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