Shadowland 2 in der Kölner Philharmonie

Sich mal auf etwas Anderes und Neues einlassen – das ist wirklich etwas, was ich durch meinen Blog lernen durfte. Getreu diesem Motto war ich am Mittwoch bei der Premiere von Shadowland 2 in der Kölner Philharmonie. Mal kein Musical, sondern eine Mischung aus Schattenspiel, modernem Tanz und Theater. So richtig wusste ich ja nicht worauf ich mich einlasse, der kurze Trailer zur Show verriet nicht viel, sondern schürte nur weiter meine Neugier.

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Shadowland gastiert seit Mittwoch und noch bis zum 06. August in der Kölner Philharmonie. Dorthin ging es für mich am Mittwochabend zum ersten Mal und auch ein wenig Kölner Prominenz hatte ihren Weg in die Philharmonie gefunden. Da ich ganz offensichtlich zu wenig Fernsehen gucke, habe ich die wenigsten erkannt, aber bekannt kamen mir viele vor 😀 Patricia Meeden hingegen habe ich natürlich sofort erkannt, sie saß im Saal nur ein paar Reihen vor mir 😉

shadowland2-foto-01-credit-beowulf-sheehanNun aber zum Hauptthema zurück: Die Show! Shadowland ist ein Stück, auf das man sich einlassen muss. Ein gewisses Interesse an modernem Tanz und Theater schadet ebenfalls nicht. Die Tänzer des Pilobolus Dance Theatre entführten das Publikum in eine einzigartige Welt. Immer wieder hörte man im Publikum ein ,,Wow“, ,,Ach…“ oder ,,Wahnsinn…“. Es war erstaunlich, was die Tänzer mit ihren Körpern und ein bisschen Equipment als Schatten auf die Leinwände zauberten. shadowland2-foto-18-credit-beowulf-sheehanGanz ohne Worte erzählten sie eine berührende Geschichte über Liebe, Mut und Freiheit. Dabei kreierten sie sowohl vor als auch hinter den Schattenwänden verschiedene Szenen und nahmen die Zuschauer mit ins Weltall, in den Dschungel und schlussendlich auch nach Köln. Der Fokus liegt natürlich auf dem Schattenspiel, aber mir haben auch die Tanzelemente vor den Leinwänden ausgesprochen gut gefallen. Denn so rückten die Tänzer in den Vordergrund. Alle acht Tänzer waren sehr ausdrucksstark, sowohl in ihrer Mimik (,wenn sie vor den Leinwänden waren), aber auch mit ihren Körpern und ihrem Tanz. Allein die bis zu den Zehen durchtrainierten Körper waren schon eindrucksvoll.

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Für mich war diese Art des Geschichtenerzählens wirklich mal etwas anderes. Es wurde zu keiner Zeit gesprochen. Die Darsteller erzählten die Geschichte nur mit ihren Körpern und hin und wieder einem Laut. Dadurch musste man im Kopf quasi mitmachen. Man kann sich als Zuschauer nicht berieseln lassen, denn die Einzelteile aus Schatten, Tanz und Musik muss jeder in seinem Hinterstübchen selber zusammensetzen. Sicherlich kann es dazu führen, dass man das ein oder andere nicht versteht oder erst später erkennt, aber so erlebt auch jeder eine ganz eigene Version des Stücks.

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Für jeden ist Shadowland vermutlich nicht unbedingt das passende Stück. Wer aber den Trailer interessant findet, Interesse an Tanz und/oder Theater hat, sollte es sich auf jeden Fall anschauen. Wer mit dem Gedanken spielt die Chance in Köln noch zu nutzen, sollte beim Kartenkauf darauf achten, dass die Sitzplätze nicht zu weit am Rand sind. Dann kann man nämlich teilweise hinter die Schattenwände schauen, was ablenkend sein kann.

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