Chicago im Theater Bonn

© Thilo Beu

Nachdem ich im Sommer ein bisschen Musical-Luft unter freiem Himmel schnuppern konnte, sollte nach der Freilicht-Saison nun endlich meine Premiere für Indoor-Musical-Besuche nach den Lockdowns anstehen. Im Kalender eingetragen und mit großer Vorfreude ersehnt, war mein Besuch von „Chicago“ in Bonn am 09. September.

Doch die Anreise von Düsseldorf nach Bonn stand an diesem Tag unter gar keinem guten Stern und bescherrte mir das Erlebnis zum aller ersten Mal zu spät im Theater anzukommen. Der Verkehr in NRW war die absolute Hölle, hinzukam einmal Verfahren und das Fiasko war perfekt. Nach viel Stress kamen wir exakt 2 Minuten nach Showbeginn am Theater an und erfuhren dann was wir schon ahnten: Es gibt keinen zweiten Einlass. Somit verbrachten wir den ersten Akt im Foyer mit Leidensgenossen am Fernseher und hatten das schlechteste aus Lockdown- und Real-Welt: Live-Stream mit ätzender Anfahrt. Zum zweiten Akt durften wir dann zwar unsere Plätze wieder einnehmen, aber ganz ehrlich, da war der Abend bereits gelaufen.

Netterweise hat es mir die Pressestelle des Theater Bonns ermöglicht Chicago noch einmal mit Pressekarten zu besuchen. Und so kam ich dann am 01. November doch noch zu meinem Theatererlebnis! So war es zwar nicht mehr mein erstes Indoor-Theater-Erlebnis nach dem Lockdown, aber die Inszenierung in Bonn wollte ich mir keinesfalls entgehen lassen.

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