3 Musicals, 2 Nächte – Mein Musicalwochenende in Hamburg

43 Stunden in Hamburg, 2 Übernachtungen und 3 Shows plus gute 4 Stunden Fahrtzeit hin und zurück. Was für ein Wochenende – was für ein Marathon. So viele Eindrücke in so kurzer Zeit. Das muss man erstmal verarbeiten und sacken lassen. Und nun rückblickend stelle ich mir die Frage: Würde ich so eine intensive Musicalreise noch mal machen? Hat sich der Aufwand gelohnt? Konnte ich die einzelnen Stücke so genießen wie an einem Wochenende, an dem ich nur ein Stück sehe? Und die wichtigste Frage: Warum war uns keine ganze Stunde ohne Regen gegönnt?

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Tina – Das Tina Turner Musical im Stage Operettenhaus

Ein Tina Turner Musical? Aha.  Der Vorverkauf läuft grandios? Echt? Das Stück kommt total gut an? Interessant. – So ungefähr sahen meine ersten Reaktionen aus, als ich von dem TINA-Musical erfuhr. Mein persönlicher musikalischer Background war bisher gut ohne Tina Turner ausgekommen und so richtig konnte ich den Hype um dieses Musical nicht verstehen. Da war ich wieder mal ein paar Jahre zu spät auf die Welt gekommen. Durch die vielen sehr positiven Berichte von Besuchern dieses Musicals bin ich dann doch neugierig geworden. Was hat dieses Musical an sich, dass es die Besucher so elektrisiert und begeistert? Aufnahmen vom Schlussapplaus zeigten regelrecht eine Party am Ende des Stücks. Nun war mein Interesse doch geweckt und es ging nach Hamburg, um zu meinem Musik-Repertoire Tina Turner doch noch hinzuzufügen.

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Cirque du Soleil Paramour im Stage Theater Neue Flora in Hamburg

Musical und Artistik verbinden – sicherlich keine innovative Idee, aber doch eine mit großem Erfolgspotential. Inbesondere, wenn sich zwei starke Marken wie Stage Entertainment und Cirque du Soleil für solch ein Projekt zusammenschließen. Doch wie führt man diese zwei sehr künstlerischen Welten zusammen? Welche Komponenten aus den Genres nutzt man und wie verbindet man sie? Die Werbung für Paramour ließ schon mal darauf schließen, dass diese Verschmelzung zu einem pompösen Endprodukt geführt hat – Glitzer, Glamour und vor allem von allem sehr viel!

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The Book of Mormon im Musical Dome Köln

Dass sich mein Freund mal mehr auf einen Musicalbesuch freuen würde als ich, das hätte ich nicht für möglich gehalten. Seit Wochen hat er sich schon auf den Besuch des Musicals „The Book of Mormon“ in Köln gefreut. Er hatte sogar bevor ich ihm von dem Musical erzählt, schon davon gehört. Auch dass es diesen einen Musicalpreis so oft gewonnen hat. Und das sei ja von den Machern von South Park. Damit war schon mal klar: The Book of Mormon ist kein „normales“ Musical. Wenn von einem Musical, das bisher im deutschsprachigen Raum noch nicht aufgeführt wurde, bereits junge Menschen gehört haben, die mit Musicals sonst gar nichts am Hut haben, dann läuft da definitiv was ganz anders als sonst!

Aber auch ich habe mich natürlich auf den Musicalabend gefreut. Denn dass The Book of Mormon ein besonderes Musical ist und auch ein besonders erfolgreiches, weiß man natürlich auch als Musicalfan. Es ist auch einfach immer erfrischend komplett neue Stücke zu sehen. Allzu oft kommt man in Deutschland ja nicht in den Genuss…

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Tanz der Vampire im Metronom Theater Oberhausen

Im März feierte Tanz der Vampire in Berlin Derniere. Beworben wurde das Ende der Tour mit Sätzen wie „Tanz der Vampire verlässt Deutschland für immer“. Und kaum 7 Monate später lädt Graf von Krolock in Oberhausen wieder zum Ball.  Einige Musicalfans fühlten sich ein bisschen veräppelt. Über 2 Jahre tourte das Kultmusical durch Deutschland, feierte dann eine emotionale Derniere in Berlin und dann ein gutes halbes Jahr stehen die Vampire doch wieder auf einer deutschen Bühne. Dass sich Stage für den Standort Oberhausen nach Bat Out Of Hell etwas einfallen lassen musste, war sicherlich für alle nachvollziehbar. Dass der Einfall jedoch so unkreativ und uninnovativ sein würde, damit hatte man jedoch nicht gerechnet. Aber man darf auch nicht vergessen: Tanz der Vampire war zuletzt vor 10 Jahren in Oberhausen. Für die breite Masse, die wohl nicht wie wir Fans der Tour an die verschiedenen Standorte hinterher gereist ist, ist es wirklich eine schöne Sache, dass dieses Musical wieder dort zu sehen ist.

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West Side Story im Theater Bonn

Es gibt Musicals, die etwas zeitloses haben. Und da gehört West Side Story definitiv zu. Dieses Stück bietet so viel Raum für kreative Inszenierungen. Man kann dieses Musical ganz klassisch und originalgetreu auf die Bühne bringen. Man kann es hier und da etwas kürzen, etwas dynamischer gestalten. Oder einfach ganz neugedacht und modern auf die Bühne bringen. Auch wenn dieses Musical musikalisch sicher eher zu den klassischeren Stücken gehört, ist die Thematik noch immer brandaktuell. In diesem Jahr habe ich schon zwei Inszenierungen der West Side Story gesehen. Im Sommer die Tourproduktion von WSS mit den Originalchoreographien – eine Inszenierung, die sehr klassisch und nah am Original war. Und Anfang des Jahres die Inszenierung des Theater Dortmund, die es mit ein paar Kürzungen und Modernisierungen geschafft haben, das Stück aufzupeppen. Und nun folgte mein Besuch der Inszenierung in Bonn. Wenn ich ehrlich bin, hat es mich nicht sooo sehr gereizt mir eine dritte Version der WSS in diesem Jahr anzusehen. Aber in Bonn wurde das Stück in eine U-Bahn-Station „verlegt“. Da ich die Idee total spannend fand und auch den Cast, habe ich mich auf den Weg nach Bonn gemacht.

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Bat Out Of Hell im Metronom Theater in Oberhausen

Im Dezember letzten Jahres habe ich Bat Out Of Hell zum ersten Mal gesehen und war ein bisschen unschlüssig darüber, was ich von diesem neuen Musical halten soll. Ich war mir recht schnell darüber im Klaren, dass es wohl nicht mein neues Lieblingsmusical werden würde. Gleichzeitig war es aber auch erfrischend anders. Ganz anders als Musicals, die ich vorher gesehen hatte. Ich konnte sowohl die Leute verstehen, die mit einem riesigen Fragezeichen aus dem Theatersaal gingen, aber auch die, die wirklich begeistert waren. Leider hat sich über die vergangenen Monate herausgestellt, dass dieses Musical von der breiten Masse nicht so richtig angenommen wird, was zur Folge hat, dass bereits in wenigen Wochen schon die Derniere ist.

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Hair in der Kölner Philharmonie

Dieses Jahr bietet das Kölner Sommerfestival für Musicalfans wieder tolle Programme. Eines davon ist Hair gewesen. Die Jubiläumsproduktion machte für wenige Spieltage Halt in der Kölner Philharmonie und nahm dort das Publikum mit auf einen kunterbunten Trip. Für mich war es mal wieder eine Premiere, da ich Hair bislang noch nicht auf der Bühne erlebt hatte. Ich hatte nur eine ungefähre Ahnung, auf was ich mich da einlassen würde. Freute mich einfach auf einen kunterbunten Musicalabend.

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Titanic in der Kölner Philharmonie

Wenn man an Titanic denkt, beginnt im Kopf sofort die Melodie von My heart will go on und man denkt an die Szene in der Leonardo di Caprio und Kate Winslet am Bug der Titanic stehen und alles ist schnulzig und romantisch und tragisch und natürlich auch sehr sehr dramatisch. Titanic heißt aber auch ein Musical, in dem es natürlich auch um die Geschichte des berühmten Schiffes und seines Untergangs geht. 2002 wurde dieses Musical erstmalig in Deutschland aufgeführt und ist nun als kurzes Gastspiel in Köln zu sehen gewesen. Auch wenn Musical und Film den gleichen Titel teilen und ja auch das tragische Schiffsunglück aufgreifen, werden doch zwei komplett verschiedene Geschichten erzählt.

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Meine Versöhnung mit der neuen Version von Starlight Express

Als der neue Cast bei Starlight Express für die Spielzeit 2019/2020 bekannt gegeben wurde, bin ich fast vom Stuhl gekippt. Markus Fetter stand dort als First Cast Rusty auf der Übersicht. Markus Fetter, wer ist das? wird sich von Euch vermutlich jetzt der ein oder andere fragen. Wer mir schon länger folgt, erinnert sich vielleicht an das Interview mit dem Titel „Ein Interview mit einem Musicalstar von morgen„, welches ich mit Markus Anfang 2017 geführt habe. Markus und ich gingen auf das gleiche Gymnasium, hatten in dieser Zeit mal ein Musikprojekt zusammen und irgendwann bin ich auf Facebook über ihn „gestolpert“ und habe gesehen, dass er tatsächlich eine Ausbildung zum Musicaldarsteller macht. Lest gerne noch mal in das Interview mit ihm rein  – auch 2 Jahre später ist es immer noch sehr lesenswert. In diesem Interview fällt der Satz „Und zu anderen Stücken habe ich eine starke Bindung […] zu „Starlight Express“, weil es mein erstes Musical war und es der Grund dafür ist, warum ich jetzt das mache, was ich mache.“ Mit diesem Satz von ihm im Hinterkopf war mir klar, ich muss Markus als Rusty sehen!

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