Tanz der Vampire im Palladium Theater Stuttgart

Ein bisschen ist es ja schon her, dass ich in Stuttgart war und mir dort Tanz der Vampire angesehen habe. Ich habe auch kurz überlegt, ob ich den Beitrag quasi ausfallen lasse, es gibt ja schon einen zu meinem Besuch in der Berlin und es steht jetzt wieder so viel an, dass ich dennoch meinen wöchentlichen Rhythmus einhalten würde. Aber…es war schon ein bisschen verrückt, was meine Mama und ich uns da geleistet haben. Und ein Stück zwei mal so kurz hintereinander zu sehen, macht einem doch deutlich, dass die persönliche Note eines jeden Darstellers ganz entscheidend für das Stück ist. Werden nur wenige oder nur ein Darsteller ausgewechselt, kommt es einem fast wie ein anderes Stück vor. Aber lest selbst!

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Eine Reise nach Stuttgart Ende Mai war schon geplant bevor bekannt gegeben wurde, dass Jan alle(!) Shows im Mai spielen wird. Was haben wir uns gefreut. Denn wann bekommt man schon 18216767_10158579629750114_1855001451880355679_omal eine solche Garantie? Gerade für die (!) Hauptrolle. Und dann – drei, vier Tage bevor wir uns auf den Weg gemacht haben – der Schlag ins Gesicht: Wir hatten es doch tatsächlich geschafft Karten für die eine Show zu kaufen, an der Jan jetzt nun doch nicht spielen wird. Und man konnte noch nicht mal jemandem die Schuld geben! Jan ja sowieso nicht. Seinem Management? Nee, die machen ja nicht den Spielplan. Stage? – schon eher, aber die haben ja nie kommuniziert, dass Jan alle Shows spielen wird. Es war einfach eine missglückte Kommunikation und wir hatten nun mal Pech gehabt.

Dennoch ging es gut gelaunt ins Palladium Theater am Freitag Abend. Kirill hatte ich ja bereits in Berlin gesehen (als ich eigentlich Mark sehen wollte – ihr merkt schon, das Glück ist nicht auf meiner Seite) und fand ihn grandios! Also stürmten wir Freitag Abend ins Theater, hin zum Merchandise-Stand und schnell ein Foto der Besetzungsliste gemacht (man hofft ja doch noch…). Ja,  aber es war besiegelt. Komplette Erstbesetzung bis auf Jan (und Herbert). Also begaben wir uns auf unsere Plätze.

webimage-47715CA0-41A7-4D23-ACB9D8AE961A0CEANun aber zu den Darstellern dieser Show. Tom van der Ven als Alfred und Victor Petersen als Professor haben mir wieder genau so gut gefallen wie in Berlin. Veronica Appeddu als Sarah hat auch wieder eine tolle Show gemacht nur mir gefällt ihre Interpretation der Rolle nicht so gut. Sie hat etwas nerviges an sich. Sie spielt die Sarah schon fast wie eine Zicke, mir fehlt ein bisschen das Zarte und Unschuldige. Chagal wurde von Nicolas Tenerani und Rebecca von Yvonne Köstler gespielt – beide wieder auf den Punkt wie in Berlin. Auch als Madga habe ich wieder Merel Zeeman gesehen, die aber deutlich schwächer war als in Berlin. Ich vermute aber, dass sie einfach einen schlechten Tag hatte. In Berlin hatte sie mich umgehauen mit „Tod zu sein ist komisch“. Und als Herbert hatten wir Sander van Wissen, der schon fast ein bisschen untergegangen ist. Die Rolle des Herberts habe ich tatsächlich erst so richtig wahrgenommen als Milan sie in Berlin gespielt hat. Wahnsinn wie viel ein Darsteller eigentlich aus dieser Rolle herausholen kann. Sander van Wissen hat dieses Potential leider nicht ganz ausgeschöpft. Kommen wir nun zu Kirill als Graf von Krolock. Man hat ihm deutlich angemerkt, dass er im Mai zuvor nicht gespielt hatte. In Berlin hatte er deutlich regelmäßiger Einsätze und war dementsprechend mehr im „Grafen-Training“. So weg gehauen wie in Berlin hat er mich an dem Abend nicht. Während des Stücks hat er sich noch deutlich gesteigert und gezeigt welches Potential in ihm steckt.

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Also in allem ein sehr gelungener Musicalabend. Und dann kam meine Mama:,, Naja…also wenn man schon mal hier ist…morgen spielt er ja auf jeden Fall…und jetzt sind wir so weit gefahren…was meinst du?“ Ja, was meine ich? Am nächsten Morgen hingen wir dann am Telefon und bestellten zwei Tickets für die Mittagsvorstellung. Also wurde die Rückreise auf den frühen Abend verlegt.

Am Mittag ging es dann wieder Richtung Theater.  Entspannt schlenderten wir ins Theater, checkten die Besetzungsliste und waren hoch zufrieden mit unserer Entscheidung: Jan spielte natürlich. Diesmal hatten wir Plätze am Gang. Und ich muss ja gestehen, dass ich ein kleiner Schisser bin. Wir saßen im rechten Gang wo gefühlt ständig alle – also wirklich alle – Graf, Koukol, Vampire, Sarah langlaufen. Und ich hab auch wirklich Angst vor den Vampiren – auch wenn es totaler Quatsch ist, aber die sehen ja wirklich fürchterlich aus! Darum durfte meine Mutter direkt am Gang sitzen 😉

Die Besetzung hatte sich nur geringfügig verändert. Als Herbert sahen wir Max Meister, als Magda Fleur Alders und Jan als Grafen. Bereits als wir in die Pause gingen, hatte ich das Gefühl in einer anderen Show gewesen zu sein. Jan ist einfach eine absolute Granate als Graf. Was für eine Ausstrahlung, was für ein Schauspiel und was für eine Stimme. Wir waren im siebten Himmel. Aber auch Fleur Alders hat mir als Magda ausgesprochen gut gefallen und überzeugte mit sicherer Stimme. Max Meister verlieh Herbert wieder mehr Präsenz. Nach der Show war ich wirklich sprachlos. Es war ein Unterschied wie Tag und Nacht. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass ein Darsteller so viel Einfluss auf ein ganzes Stück nehmen kann.

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Hochzufrieden mit der Show, mit Jan als Grafen und unserer Entscheidung spontan noch in die Mittagsvorstellung zu gehen, ging es dann für uns wieder nach Hause. Im Februar kommt Tanz der Vampire nach Köln…ein Katzensprung für uns…ich bin gespannt wen der Musical Dome als Grafen bekommen wird. So oder so werde ich den Vampiren aber wohl erneut einen Besuch abstatten 😉

Ein Gedanke zu “Tanz der Vampire im Palladium Theater Stuttgart

  1. Margo schreibt:

    Ich have Tanz der Vampiere auch zwei mal gesehen aver in Belgien. Das Unterschied war nicht so Gross, beide Vorstellungen waren fabelhaft. Liebe Grüsse, Margo.

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