Tanz der Vampire Premiere im Musical Dome Köln

Seit knapp zwei Jahren treiben die Vampire mittlerweile ihr Unwesen in Deutschland und nun machen sie ihren letzten Halt in Köln. Einige Rollen wurden seit dem Tourstart im April 2016 neu besetzt und für Köln gab es noch ein ganz besonderes Highlight: einen neuen Grafen! Bereits im letzten Jahr wurde David Arnsperger vorgestellt und durfte sich schon in Hamburg in die Herzen einiger Vampir-Fans spielen. Ich muss gestehen, dass ich bei seiner Vorstellung schon ganz begeistert war und es kaum abwarten konnte, dass Tanz der Vampire in Köln Premiere feiert. Zu meinem großen Glück durfte ich dann bei der Premiere dabei sein und mit vielen weiteren Gästen die Tanz der Vampire-Cast mit ganz viel Applaus in Köln begrüßen.

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Was ich in den letzten Monaten erfahren durfte ist, dass auf Premieren wirklich immer eine ganz besondere Stimmung herrscht. Erst seit ich meinen Blog habe besuche ich Premieren. Vorher hat mich das irgendwie nie gereizt. Klar war ich neugierig und habe auch immer soweit es ging verfolgt welche Gäste auf den Premieren waren und was die ersten Besucher von dem jeweiligen Stück hielten. Aber oft wollte ich mir zuerst ein Bild davon machen wie das Stück ankommt, bevor ich es mir selber ansah. In den letzten Monaten durfte ich dann jedoch die ein und andere Premiere besuchen und oftmals auch die anschließende Premierenfeier und es ist jedes Mal etwas ganz besonderes gewesen. Und so war es auch in Köln.

Im Musical Dome war es an diesem Abend unfassbar voll. Man merkte deutlich, dass dieses ja eigentlich provisorische Theater nicht so wirklich darauf ausgelegt ist, komplett ausverkauft zu sein. Aber irgendwie gehört das auch zu einer Premiere dazu. Es gab einen roten Teppich und schon vor der eigentlichen Show hatte man dort ein kleines „Unterhaltungsprogramm“. Für mich waren jedoch die Vampire, die dort für Fotos mit den „Promis“ posierten, deutlich spannender als die geladenen VIPs, die ich alle irgendwie nicht kannte 😀

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Zu meiner großen Überraschung durfte ich den Vampiren an diesem Abend ganz nah sein. Karten in der dritte Reihe – hui. Da ich die Vampire schon drei Mal von etwas weiter weg gesehen hatte, fand ich es spannend mal so nah dran zu sein – auch wenn ich eher ein Fan von der vorderen Mitte bin.

Und dann ging es los! Und was sofort auffiel: Der Sound im Musical Dome ist der Knaller! Bereits beim PressCall hatte ich schon das Gefühl, dass der Ton richtig gut ist. Und diese Einschätzung hat sich dann am Premierenabend noch einmal bestätigt. Ich wurde von Anfang an von der Musik komplett eingehüllt und so wunderbar in die Welt der Vampire entführt.

Das Stück an sich ist natürlich so wie es bereits in den vorherigen Städten auch war. Ich hatte die Inszenierung bereits in Berlin und in Stuttgart gesehen. Diesen Rezensionen kann ich eigentlich kaum noch etwas hinzufügen, außer natürlich meine Eindrücke über die neuen Darsteller.

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Zuvor noch nicht auf der Bühne erlebt hatte ich Maureen Mac Gillavry als Sarah. Ich fand es erfrischend mal jemand anderen als Veronica Appeddu in dieser Rolle zu erleben. Sie hat die Sarah etwas weicher gespielt als ihre Vorgängerin, was mir deutlich besser gefiel. Gesanglich fand ich sie jedoch in den lauten, hohen Tönen etwas anstrengend. Da gefiel mir ihre Stimmfarbe nicht, was aber totale Geschmackssache ist.  Was ich bei dieser Besetzung sehr schade fand, war dass Maureen einen starken Akzent hat, der teilweise wirklich störend ist.

Als Chagal durfte ich erstmalig Michael Anzalone erleben. Er gefiel mir wirklich gut. Sowohl gesanglich als auch schauspielerisch brachte er den poltrigen und sympathisch-skurrilen Vater von Sarah überzeugend auf die Bühne.

Magda wurde von Sara Jane Checchi gespielt. Im ersten Akt gefiel sie mir noch gut, im zweiten (mit Vampirzähnen) habe ich sie dann jedoch aufgrund ihres Akzent kaum noch verstanden. Als lebendige Magda überzeugte sie mich zudem auch mehr als verruchte, tote Magda.

Christian Funk ist in Köln als Erstbesetzung des Herberts zu sehen. Auch er verleiht der Rolle wieder seinen ganz eigenen Touch. Sein Auftreten gepaart mit seinem kantigen Gesicht, wirkt die Rolle bei ihm etwas härter, aber dabei immer noch schön tuckig. Auch seine Gesangseinsätze meistert er ohne Probleme.

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DSC04199-2Kommen wir nun zum Mann des Abends: David Arnsperger ist einfach ein unglaublich toller Graf! Seine Stimme ist wie für diese Rolle gemacht und er füllt jeden Ton mit so viel Gefühl aus, dass man ab der ersten Sekunde Gänsehaut bekommt. Auch schauspielerisch holt er alles aus der Rolle raus und interpretiert sie dabei auf seine eigene Art. Mir ist aufgefallen, dass er unglaublich viel mit seinem Gesicht macht. Ganz viel, was in seinem Inneren vorgeht, kann man dort ablesen. Mich hat er absolut in seinen Bann gezogen und ich bin begeistert davon, dass die TdV-Tour für ihre Spielzeit in Köln so einen fantastischen Grafen bieten kann.

 

Begeistert von der Show und der Atmosphäre im Saal durfte ich dann noch bei der Premierenfeier dabei sein. In Köln wurde mal wieder einiges aufgefahren, um der Cast einen tollen Abend und Startschuss in die letzte Spielzeit zu bescheren. Es gab eine kleine Liveband, Snacks und eine Candybar. Erwähnen möchte ich auch die tolle Castvorstellung: Die Darsteller wurden auf einem der Balkone im Foyer vorgestellt und von den Gästen mit ordentlich Applaus in Empfang genommen. Wieder einmal ein unvergesslich schöner Abend.

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