West Side Story in der Alten Oper in Frankfurt

West Side Story…gab es da nicht bereits einen Blogbeitrag im Dezember zu? Ja, den gibt es. Aber meine Mama und ich waren einfach nachhaltig so begeistert, dass wir uns das Stück gerne noch einmal ansehen wollten. Da es sich um eine Tour-Produktion handelt, war die Zeit in Essen begrenzt und zwischen den Weihnachtsfeiertagen haben wir es dann nicht mehr geschafft. Aber Frankfurt ist ja auch nicht zuuu weit weg. Also entschieden wir uns einen Familien-Oster-Ausflug nach Frankfurt zu machen, um uns dort noch einmal die West Side Story anzuschauen.

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Am Ostermontag ging es dann also für uns Richtung Frankfurt. Wir waren sehr gespannt, ob wir wieder die gleichen Darsteller sehen würden und ob es uns tatsächlich wieder so gut gefallen würde. Nach Essen tourte die Produktion durch die halbe Welt und machte dabei halt in Städten wie Dublin, Dubai, Istanbul und Prag bis der Weg wieder nach Deutschland führte. Nach Frankfurt ist nun München eine weitere Station der Tour und auch nach Köln wird diese West Side Story noch kommen.

© Johan Persson

© Johan Persson

Das für mich so besondere an dieser Produktion ist, dass die Originalchoreographien gezeigt werden. Es wird wirklich sehr viel getanzt, was mir persönlich sehr sehr gut gefällt. Es sind anspruchsvolle Choreographien, die sehr klassisch sind, aber auch einfach schön anzusehen. Die Darsteller, die auf der Bühne sind, sind alle hervorragende Tänzer und gleichzeitig super Sänger. Sie beherrschen alle Disziplinen des Musicaldarstellers in Perfektion.

© Nilz Böhme

© Nilz Böhme

Am Ostermontag hatten wir nicht die komplette Erstbesetzung. Maria und Riff wurden von ihrer Zweitbesetzung verkörpert. Jedoch hat das qualitativ keinen Unterschied gemacht. Lediglich Riff fand ich vom Schauspiel her nicht ganz so charismatisch wie die eigentliche 1. Besetzung.

© Johan Persson

© Johan Persson

Genau wie vor Weihnachten konnte man wieder komplett in die Welt der Jets und Sharks eintauchen. Es ist einfach eine runde Inszenierung, die keine Wünsche offen lässt. Mein persönliches Highlight war (neben den wundervollen Tanzszenen) der Auftritt von Kevin Hack mit „Maria„. Was für eine Stimme, war für Emotionen – einfach eine traumhafte Interpretation. Ich habe auch tatsächlich ein Video von seiner Interpretation in der aktuellen Tour gefunden. Ist natürlich nicht live und nicht die beste Qualität, aber immerhin etwas:

Erwähnenswert ist auch das wirklich große Orchester! Bedenkt man, dass es sich um eine Tourproduktion handelt, tummeln sich ganz schön viele Musiker im Orchestergraben. Haben wir in Deutschland selbst bei Long-Run-Musicals das Gefühl, dass nur eine handvoll Musiker live spielen, tourt bei West Side Story ein 23-köpfiges Orchester durch die ganze Welt. Und das hört man!

© Johan Persson

© Johan Persson

Ja, wie schon in meiner letzten Rezension zu dieser Produktion, kann ich nur sagen: Es hat sich wirklich gelohnt! Und sollten sich Eure Wege mit dieser Produktion irgendwo auf der Welt mal kreuzen, lohnt es sich wirklich, sich das mal anzuschauen 😉

 

 

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