Wie wird man eigentlich Musicalblogger?

In den vergangenen Monaten habe ich immer mal wieder Nachrichten bekommen, in denen ich gefragt wurde wie man eigentlich Musicalblogger wird. Diese Fragen kamen in der Regel von Musicalbegeisterten, die selber mit dem Gedanken spielen einen Musicalblog zu starten. Ein oder zwei Nachrichten dieser Art kamen von Followern, die dachten, ich betreibe meinen Blog (inkl. Facebook, Instagram, YouTube) hauptberuflich. Darum dachte ich mir, ich schreibe mal einen Blogartikel darüber wie ich Musicalblogger geworden bin und was alles hinter meinem Blog steckt. So kriegen diejenigen unter Euch, die mit dem Gedanken spielen auch einen Blog zu starten, einen ersten ganz guten Eindruck und alle anderen erfahren etwas mehr darüber, was hinter Musical Lifestyle steckt. Ich bin sehr gespannt, ob Euch das interessiert. Gebt mir gerne Feedback zu diesem etwas anderen Beitrag!

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Musical Lifestyle ist Ende Februar 2016 online gegangen – damals mit diesem Blog, sowie meiner Facebook- und Instagramseite. Aber die „Arbeit“ hat schon vorher begonnen. Wie Ihr in der URL oben sehen könnt, steht bei mir nicht noch WordPress mit drin. Das liegt daran, dass ich meine URL gemietet bzw. gekauft habe. Sprich ich habe mich im Vorhinein etwas schlau gemacht. Wo kann ich meine URL mieten, zu welchem Preis? Und wie kriege ich das dann mit dem eigentlichen Blog verbunden. Alles etwas technisch und absolut nicht mein Ding. Aber da musste ich am Anfang einmal durch.

Und nachdem diese Basis geschaffen wurde, ging es an den Blog selber. Wie soll der Blog aussehen? Da mein Blog über WordPress läuft, konnte ich aus einigen kostenlosen Templates wählen. Ich habe aber auch mit dem Gedanken gespielt ein Template zu kaufen. Und dann ging es an die Struktur – welche Seiten soll der Blog haben? Wie soll das Menü aussehen? Wie die Startseite? Welche Bilder möchte ich nehmen und vor allem darf ich nehmen? Ich habe mich mehrere Wochenenden damit auseinandergesetzt. Ausprobiert und rumgebastelt bis ich (einigermaßen) zufrieden war.

Doch ein Blog ist Nichts ohne seine Beiträge. Ich habe mir vor dem Start meines Blogs das Ziel gesetzt einmal pro Woche einen Blogbeitrag zu posten, damit schnell ein paar Beiträge zum Stöbern zusammen kommen. Und an dieser Vorgabe halte ich bis heute fest. Sicher – es gibt immer mal stressige Zeiten, da schaffe ich es nicht oder es gibt manchmal auch einfach nichts zu berichten. Aber grundsätzlich versuche ich es trotzdem beizubehalten.

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Und dann ging der Blog am 28. Februar 2016 online. Und die große Frage war: Wie erfahren musicalbegeisterte Menschen von der Existenz meines Blogs? Und das ist wohl mit einer der schwierigsten Aufgaben (bis heute): der Aufbau einer Leserschaft. Ich versuche bis heute meinen Blog über Facebook und Instagram bekannter zu machen. Besonders am Anfang haben mich Freunde und Bekannte dabei unterstützt. Es gibt auf Facebook viele Musicalgruppen, in denen man einfach mal einen Beitrag teilen kann. Auf Instagram war und ist das natürlich schwieriger. Man braucht einfach Geduld, Durchhaltevermögen und liebe Menschen, die die Beiträge teilen und einen unterstützen.

Diejenigen von Euch, die mir vielleicht noch nicht so lange folgen sehen, dass ich (besonders vor meiner Zeit in Tokyo) sehr viele Musicals sehen durfte, dass ich auf Premieren-Feiern war und auch Pressetermine besucht habe. Das war jedoch nicht von Anfang an so. Meine Leser der ersten Stunde erinnern sich vielleicht noch daran. Ich habe von Shows und Konzerten berichtet, aber auch viele kreative Beiträge gehabt, in denen ich entweder meine Meinung zu etwas kundgetan oder ein DIY veröffentlicht habe (ein bisschen so wie in den letzten Wochen, seit ich in Tokyo bin).

Ich habe meinen Blog nicht gestartet, um Tickets umsonst und Kontakte zu Darstellern zu bekommen. Mein Blog ist aus meiner Leidenschaft zu Musicals entstanden. Aber – ich habe mir auch Ziele gesetzt – mittelfristige und langfristige.IMG_1149 Ich bin ein Mensch, der besser arbeitet und mehr erreicht, wenn er ein Ziel vor Augen hat. Ich hatte zwei Ziele beim Launch meines Blogs: irgendwie bei der Tarzan-Premiere (November 2016 in Oberhausen) dabei sein zu dürfen und langfristig irgendwann mal Pressekarten zu erhalten. Und beide Ziele habe ich bereits erreicht.

Das Thema Pressekarten klingt sicherlich für viele sehr reizvoll – umsonst ins Musical! Für mich klang und klingt es auch heute noch traumhaft. Ich habe jedoch nicht angefangen mit dem Launch meines Blogs auch Pressekarten anzufragen. Ich wollte vorher etwas erreicht haben. Ich wollte auch begründen können, warum mir Theater und Produktionsfirmen Pressekarten zur Verfügung stellen sollten. Und so habe ich mich nach ein paar Monaten einigen Theatern und Produktionsfirmen vorgestellt und meine Bereitschaft für Kooperationen bekundet. Und ich war erstaunt wie offen auf mich reagiert wurde. Ich wurde dann in Presseverteiler aufgenommen und über Pressetermine und -events informiert.

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Und von da an nahm alles seinen Weg. Ich habe Pressetermine wahrgenommen und viele viele Menschen kennengelernt. Und mit jedem neuen Menschen öffneten sich neue Türen für meinen Blog und mich. Ich muss gestehen ich hätte niemals gedacht, dass sich alles so schnell in diese Richtung entwickeln würde.

Gleichzeitig steckt aber auch viel Arbeit darin. Es fängt damit an zu Presseterminen zu fahren. Kosten für Anfahrt und Parken werden nicht übernommen (und ich kann Euch sagen Parken am Musical Dome in Köln ist schweineteuer!).IMG_4822 Die Termine sind dann für mich auch kein Kaffeekränzchen. Ich filme und fotografiere und muss mich selber darum kümmern, dass ich das Material zusammenkriege, was ich gerne haben möchte. Insbesondere, wenn ich Interviews machen möchte. Und dann versuche ich natürlich auch immer einige Eindrücke für Euch in meiner Story auf Instagram zu veröffentlichen. Es ist also absolutes Multitasking angesagt. Ein paar Mal hat mich eine Freundin zu Presseterminen begleitet und sie war erstaunt, was ich alles gleichzeitig gemacht habe. In der linken Hand der Gimbal mit Handy zum Filmen und in der rechten die Kamera zum Fotografieren. Fotos von der Kamera schon vor Ort aufs Handy übertragen, um meine Instagram-Story zu befüllen.

Und nach den Events – egal ob Pressetermin oder Musicalbesuch – fängt die eigentliche Arbeit an. Ich sortiere meine Fotos und bearbeite sie. Sichte mein Videomaterial und schneide es. Schreibe meine Blogartikel und plane, wann sie online gehen sollen. Das alles macht mir wahnsinnig viel Spaß – sollte aber vom Zeitaufwand her wirklich nicht unterschätzt werden. Manche Blogartikel schreibe ich in einem Fluss einfach runter, an manchen sitze ich aber tatsächlich auch mal mehrere Tage.

Termine

Ich habe das Glück, dass sich mein Blogger-Hobby mit einigen Inhalten meines Studiums deckt. Dadurch weiß ich einiges über Social Media, Marketing und auch über einige rechtliche Aspekte. Auch wenn wir Dank Google Zugriff auf so viele Bilder und Videos haben, muss man sich bewusst sein, dass wir diese nicht einfach so auf Blogs, Facebook und Instagram verwenden dürfen. Das ist auch mit einer der Gründe, warum Ihr auf meinem Instagram-Kanal von Beginn an nur Fotos findet, die ich selber gemacht habe.

Zum Abschluss kann ich aber nur sagen, dass ich super froh bin, dass ich meinen Blog gestartet habe. Ich habe durch den Blog liebe Menschen kennengelernt und neue Freundschaften geschlossen. Insbesondere durch Instagram stehe ich mit Euch, mit anderen Fans, in einem Austausch und ich erfahre so nahezu täglich wie toll und groß die Musical-Community ist. Und das sind Aspekte, die für mich noch wertvoller sind als jeder Backstage-Besuch und jede Premiere-Party.

Falls Ihr noch weitere Fragen zum Thema Blog erstellen, Blogger sein oder im speziellen Musical-Blogger sein habt, schreibt sie mir gerne! Am besten als Kommentar hier unter dem Blogbeitrag oder auf Facebook oder Instagram unter dem jeweiligen Bild zum Beitrag :)

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