Verleihung des deutschen Musical Theater Preises 2016 in Berlin

Am Montag durfte ich bei der Verleihung des Deutschen Musical Theater Preises 2016 der Deutschen Musical Akademie dabei sein.  Die feierliche Verleihung fand im Tipi am Kanzleramt in Berlin statt. Und es war wieder ein wahnsinnig aufregender Abend! Bereits als ich ankam wuselten alle durcheinander – Gäste, Journalisten, Fotografen, Darsteller und und und. Das Tipi am Kanzleramt ist eine recht kleine Location, aber auch eine sehr stimmungsvolle und verlieh diesem Abend eine intime Atmosphäre. Man hatte das Gefühl, man ist unter sich – nur die Musicalcommunity.

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Bereits vor der Preisverleihung traf man im Foyer immer wieder auf Musicaldarsteller und anderer Gäste. Ich habe festgestellt, dass ich ganz schlecht darin bin Personen, die ich von der Bühne, von Fotos oder aus dem Fernsehen kenne auch zu erkennen, wenn sie 1m neben mir stehen 😀

Sabrina Weckerlin habe ich aber natürlich sofort wiedererkannt. Sie war in der Kategorie „Beste Darstellerin“ nominiert und sollte auch noch den Song „Kilmarnock“ singen.

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Eines meiner Highlights des Abends war das Gespräch mit Enrico de Pieri. Ich habe ihn angesprochen, um ihn nach einem Foto und ein Autogramm zu fragen und ihm dabei von meinem Blog erzählt. Und dann sagt er doch tatsächlich, dass ihm das irgendwie bekannt vor kommt und als er dann den Schriftzug und das Pink gesehen hat, hat er ihn auch wiedererkannt! 😀

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Bevor die Verleihung dann anfing, wurden noch Pressefotos gemacht.

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Endlich ging es los. Moderiert wurde der Abend von Gayle Tufts. Ein wahrer Gewinn. Sie führte mit einer absoluten Leichtigkeit und Gags an der richtigen Stelle durch den Abend.

In den 14 Kategorien waren immer wieder die gleichen Produktionen zu finden. Unter den Nominierten waren: Stella, Mein Name ist Eugen, Gabi Mut – vom Leben geschlagert, Der Tunnel, Der Medicus, Don Camillo & Peppone, Rapunzel, Einstein – Das Musical und Burn Out. Wer das liest und sich denkt: ,,Ähh…wieso kenne ich davon fast nichts?“ Alles ist gut – ähnlich ging es mir auch. Für den Musical Theater Preis können sich nur Stücke nominieren, die im vergangenen Jahr uraufgeführt wurden. Sprich es sind alles völlig neue Musicals. Teilweise sind es kleinere Produktionen und bei dem ein oder anderen hat es die Aufmerksamkeit nicht über die Stadt- oder Bundeslandgrenzen geschafft. Wie schade das ist, zeigten die Showacts. Hier wurden Songs oder gar Medleys aus den nominierten Produktionen präsentiert und zeigten eindrucksvoll, das Deutschland mehr zu bieten hat als die bekannten Großproduktionen und sich ein Blick in die Programme der Staatstheater wirklich lohnt.

Der klare Gewinner des Abends war das Musical Stella. In insgesamt 6 Kategorien ging die Trophäe an Personen dieser Produktion! Aber hier die Gewinner in einer Übersicht:

  • Beste Komposition: Stella
  • Bestes Bühnenbild: Der Tunnel
  • Bestes Masken- und Kostümbild: Rapunzel
  • Beste Nebendarstellerin: Bettina Meske in ,,Der Tunnel“
  • Bester Nebendarsteller: Remo Traber in ,,Mein Name ist Eugen“
  • Bestes Buch: Peter Lund für ,,Stella“
  • Beste Liedtexte: Peter Lund für ,,Stella“
  • Bestes Musikalisches Arrangement: Michael Reed für ,,Der Medicus“
  • Beste Choreographie: Jonathan Huor für ,,Mein Name ist Eugen“
  • Beste Regie: Martin G. Berger für ,,Stella“
  • Bester Darsteller: Thomas Klotz in ,,Burn Out“
  • Beste Darstellerin: Frederike Haas in ,,Stella“
  • Bestes Musical: Stella

Und dann gab es noch den Ehrenpreis. Und wenn diesen Preis jemand verdient hat, dann die Ehrenpreisträger 2016: Dr. Michael Kunze und Sylvester Levay! Carmen Nebel hielt die Laudatio und konnte die Verdienste dieser beiden Personen für das deutsche Musical nur in Bruchstücken wiedergeben, da dies sonst den zeitlichen Rahmen gesprengt hätte. Sie gab aber einen Einblick in das Leben der beiden, in einige ihrer größten Erfolge und dem wahrscheinlich größten Erfolg der beiden: Ihr Kennenlernen und den Entschluss zusammen zu arbeiten. Wie bodenständig und sympathisch die beiden sind, konnte ich an diesem Abend beobachten. Und wie liebevoll und tief vertraut sie miteinander umgehen. Nach der Dankesrede konnte es sich Silvester Levay nicht nehmen lassen Michael Kunze noch ein Liebesgeständnis zu machen – natürlich mit dem Einschub, dass er seine Frau dann aber doch noch etwas mehr lieben würde. Und dass er sehr dankbar dafür sei, dass Michael sein Talent damals entdeckt hätte.

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Mein krönendes Highlight dieses Abends war, dass ich nicht nur ein Autogramm von Michael Kunze und Sylvester Levay ergattern konnte, sondern sogar auch ein Foto mit Michael Kunze!

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Rückblickend muss ich sagen, dass es ein ganz besonderer Abend war. Ich hatte die Chance das Musical von einer neuen Seite kennenzulernen. Es ging nicht um Show und Stars, sondern um die Personen, die hinter alledem stecken und daran mitwirken, dass das deutsche Musical nicht ausstirbt und immer vielseitiger wird.

 

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